BEI_Geschichte

Inzell & das Eis – wie alles begann

Geschichte Eisstadion InzellBereits 1959 wurde auf dem Frillensee oberhalb des Orts, einem der kältesten Seen Deutschlands, damit begonnen, Natureis mit enormen Aufwand so aufzubereiten, dass darauf Training und Wettkämpfe stattfinden konnten. Wenn man so will war das die Geburtsstunde des Eisschnelllaufsports in Deutschland.

Die harten winterlichen Bedingungen bereiteten schließlich mit der letzten Deutschen Meisterschaft am 26. und 27. Januar 1963 dem Frillensee ein Ende.

Im Jahre 1963 errichtete die Gemeinde Inzell zusammen mit dem Deutschen Eisschnelllauf-Club Frillensee mit Unterstützung des Freistaates Bayern, des Bayerischen Landessportverbandes und des Landkreises Traunstein, unten im Tal am Zwingsee ein Natureisstadion, das bereits im Jahre 1965 mit Hilfe der Bundesregierung zu einem Kunsteisstadion umgestaltet und nach dem Willen des NOK und des Deutschen Sportbundes zum ersten Bundesleistungszentrum der BRD erklärt wurde 1965 erfolgte der Bau der 400m Kunsteisbahn am Fuße des Falkensteins, damals eine technische Pionierleistung durch die Fa. Max Aicher Bau.

Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 1968 und 1972, sowie Weltmeistertitel durch Erhard Keller 1971 und Monika Holzner-Gawenus (geb. Pflug), die in Sapporo, Japan ebenfalls olympisches Gold gewann und Weltmeisterin wurde. Übertroffen nur noch von den riesen Erfolgen von Anni Friesinger, die wie keine Zweite das Ansehen des Eisschnelllaufsports geprägt hat. Nicht zu vergessen die erfolgreichen Trainer die aus Inzell stammen, bis hin zur Position des Bundestrainers, Markus Eicher.

Der Name Inzell wurde durch den Eisschnelllaufsport in alle Welt hinaus getragen. Zahlreiche Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillengewinner haben ihre Wurzeln in Inzell und ihre Namen sind international bekannt. Viele Meisterschaften wurden bereits in Inzell ausgetragen. Bis heute insgesamt 13. Welt- und Europameisterschaften, Weltcups und eine Vielzahl weiterer hochrangiger Wettbewerbe.
Was am Frillensee begann, wird in der Max-Aicher-Arena fortgeführt, und nach wie vor zählt die Wettkampfstätte Inzell zu den bei Sportlern aus aller Herrenländer beliebtesten der Welt.
Der 923m hochgelegene Frillensee ist seitdem wieder ein ungestörtes Kleinod der Natur.